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Alte Inhalte, neues Level: Wie AI bestehenden Content aufwertet

Beim Relaunch werden Inhalte oft 1:1 übernommen. Wir nutzen AI, um bestehenden Content zu analysieren, mit frischem Wissen anzureichern und in eine konsistente Brand Voice zu bringen.

Bei einem Website-Relaunch geht es fast immer um Design und Technik. Neue Farben, schnellere Ladezeiten, bessere Navigation. Was dabei oft vergessen wird: die Inhalte. Dabei sind es genau die Texte, Bilder und Beschreibungen, die Besucher überzeugen — oder eben nicht. Laut einer Studie von Adobe verlassen 38% der Nutzer eine Website, wenn der Inhalt veraltet oder schlecht aufbereitet wirkt (Quelle: Adobe State of Content Report).

Wir nutzen AI nicht, um Inhalte zu ersetzen, sondern um sie besser zu machen. Alter Content wird analysiert, mit frischem Wissen angereichert und in eine konsistente Stimme gebracht. Das Ergebnis: Texte, die klingen, als wären sie heute geschrieben worden — weil sie es im besten Sinne auch wurden.

Das Problem mit altem Content

Die meisten Websites haben über die Jahre Inhalte angesammelt wie ein Estrich alte Möbel. Manche Texte stammen noch vom ersten Relaunch 2016, andere wurden hastig für eine Kampagne geschrieben, wieder andere hat jemand aus dem Team verfasst, der längst nicht mehr da ist.

Das Resultat: unterschiedliche Tonalitäten, veraltete Fakten, inkonsistente Ansprache. Mal wird gesiezt, mal geduzt. Mal klingt es nach Werbebroschüre, mal nach Wikipedia. Kein Besucher merkt das bewusst — aber unterbewusst entsteht ein Gefühl von Beliebigkeit.

Bei einem Projekt im Gesundheitsbereich haben wir über 200 Seiten analysiert. Rund 40% der Texte enthielten veraltete Informationen, 60% hatten keine einheitliche Tonalität. Das ist kein Einzelfall — das ist die Regel.

Bestandsaufnahme mit AI

Bevor wir irgendetwas umschreiben, verschaffen wir uns einen Überblick. Wir exportieren alle bestehenden Inhalte und lassen sie durch eine AI-gestützte Analyse laufen. Dabei schauen wir auf:

  • Tonalität und Ansprache: Ist die Sprache konsistent?
  • Aktualität: Stimmen Zahlen, Fakten und Aussagen noch?
  • Redundanzen: Gibt es Seiten, die sich inhaltlich überschneiden?
  • SEO-Qualität: Sind Titel, Beschreibungen und Struktur optimiert?
  • Lesbarkeit: Wie verständlich sind die Texte für die Zielgruppe?

Das ist kein Bauchgefühl-Check — das sind konkrete Datenpunkte pro Seite. Am Ende wissen wir genau, welche Inhalte übernommen werden können, welche eine Auffrischung brauchen und welche besser neu geschrieben werden.

Brand Voice als Qualitätsfilter

Jede gute Website braucht eine eigene Stimme. Wir definieren zusammen mit unseren Kunden eine Brand Voice — oder nutzen eine bestehende. Diese Voice hinterlegen wir als Referenz, damit AI nicht einfach "irgendwie nett" umschreibt, sondern gezielt in der richtigen Tonalität arbeitet.

Konkret heisst das: Wenn ein Unternehmen als "kompetent, aber nahbar" wahrgenommen werden will, dann messen wir jeden Text an diesem Massstab. AI prüft, ob der Text zu formell klingt, ob Fachjargon ohne Erklärung vorkommt, ob die Ansprache stimmt.

Das funktioniert wie ein Lektor, der nie müde wird und jeden Text durch denselben Filter schickt. Das Ergebnis ist eine Konsistenz, die von Hand kaum erreichbar wäre — vor allem nicht bei 50, 100 oder 200 Seiten.

Anreichern mit frischem Wissen

Hier wird es richtig spannend. Alte Texte sind nicht nur sprachlich veraltet — oft fehlen ihnen aktuelle Daten, neue Entwicklungen oder relevante Zusammenhänge.

Wir füttern die AI mit aktuellen Quellen: Branchenberichte, neue Studien, aktuelle Best Practices. Der alte Text dient als Grundlage, und wir reichern ihn mit frischem Wissen an. Ein Beispiel: Ein Blogartikel über "Website-Sicherheit" von 2020 erwähnt noch nicht einmal HTTP/3 oder moderne Bot-Detection. Mit den richtigen Quellen entsteht daraus ein aktueller, fundierter Artikel — ohne dass jemand bei null anfangen muss.

Laut Content Marketing Institute aktualisieren 65% der erfolgreichen Content-Teams bestehende Inhalte regelmässig, statt nur neue zu produzieren (Quelle: CMI B2B Report 2024). Genau diesen Ansatz verfolgen wir bei Relaunches.

Qualitätssicherung: Mensch prüft Maschine

AI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für menschliches Urteilsvermögen. Jeden überarbeiteten Text lesen wir gegen. Wir prüfen:

  • Stimmt der Inhalt fachlich?
  • Passt die Tonalität zum Unternehmen?
  • Sind die Quellen korrekt und aktuell?
  • Liest sich der Text natürlich — oder klingt er nach "AI-Brei"?

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend. Wir haben alle schon Texte gelesen, die offensichtlich von einer AI stammen: generisch, glatt, ohne Ecken und Kanten. Das wollen wir nicht. Guter Content hat Persönlichkeit — und die kommt vom Menschen, nicht von der Maschine.

Das Wesentliche auf einen Blick

  • Alte Inhalte werden bei einem Relaunch oft 1:1 übernommen — eine verpasste Chance.
  • AI hilft, bestehenden Content systematisch zu analysieren, sprachlich zu vereinheitlichen und mit aktuellem Wissen anzureichern.
  • Eine definierte Brand Voice sorgt dafür, dass alle Texte gleich klingen — egal, wer sie ursprünglich geschrieben hat.
  • Mensch und Maschine ergänzen sich: AI liefert Konsistenz und Geschwindigkeit, Menschen liefern Urteilsvermögen und Persönlichkeit.
  • Bestehende Inhalte aufzuwerten ist effizienter und nachhaltiger, als alles neu zu schreiben.

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