Suchen, filtern, finden
Wer Produkte, Mitglieder oder Veranstaltungen online auffindbar machen will, braucht mehr als eine Suchmaske. Eine gute Datenarchitektur im Headless CMS ist die Grundlage für Suche, Filter und schnelle Ergebnisse.
«Unser Produktkatalog hat 800 Einträge. Die Kunden sollen nach Kategorie, Preis, Verfügbarkeit und Saison filtern können. Und das ganze soll schnell sein.» Solche Anforderungen hören wir regelmässig. Und sie sind lösbar – wenn man von Anfang an die richtige Grundlage legt.
Die Grundlage ist nicht die Suchmaske. Die Grundlage sind die Daten – wie sie strukturiert, kategorisiert und gespeichert werden. Ein Headless CMS wie Sanity.io gibt dabei enormen Spielraum.
Strukturierte Daten sind der Schlüssel
In einem klassischen CMS ist Inhalt oft als Fliesstext gespeichert – schwer filterbar, schwer durchsuchbar. In einem Headless CMS definieren wir genau, welche Felder ein Dokument hat: Kategorie, Preis, Datum, Standort, Status, Tags. Jedes Feld ist ein strukturiertes Datum, das gezielt abgefragt werden kann.
Mit GROQ – Sanity's Abfragesprache – lassen sich komplexe Filter elegant ausdrücken: «Gib mir alle Produkte, die zur Kategorie X gehören, einen Preis unter Y haben und auf Lager sind, sortiert nach Relevanz.» Das ist kein Workaround – das ist das Grundprinzip des Systems.
Facettierte Suche: Mehr als ein Suchfeld
Facettierte Suche bedeutet: Mehrere Filter gleichzeitig, die sich gegenseitig einschränken. Du wählst «Outdoor-Möbel» und siehst dann nur noch relevante Materialien und Preissegmente. Du filterst nach «Holz» und die Preisrange passt sich an. Das ist keine Magie – das ist saubere Datenarchitektur.
Entscheidend ist, dass die Filteroptionen nicht hart codiert sind, sondern aus den Daten selbst generiert werden. Wenn eine neue Kategorie ins CMS kommt, erscheint sie automatisch als Filteroption. Das System wächst mit den Inhalten.
Wo das besonders wertvoll ist
Nicht jede Website braucht eine ausgefeilte Suchfunktion. Aber für bestimmte Typen ist sie der Kernnutzen:
- Produktkataloge: Grosse Sortimente brauchen Filter, damit Kunden finden, was sie suchen.
- Mitgliederverzeichnisse: Verbände, Berufsorganisationen, Netzwerke. Suche nach Standort, Branche, Funktion.
- Veranstaltungskalender: Nach Datum, Ort, Thema filtern. Vergangene Events ausblenden, nächste hervorheben.
- Immobilien- und Angebots-Listings: Preis, Grösse, Lage, Verfügbarkeit – klassische Filterkombinationen.
- Referenzportale: Dienstleister, Spezialisten, Anbieter – nach Region, Spezialgebiet, Sprache.
Volltextsuche: Wann ein Suchdienst sinnvoll ist
Für strukturierte Filter reichen GROQ-Abfragen direkt auf Sanity problemlos aus. Wenn es aber um Volltextsuche geht – also «finde alle Artikel, die das Wort Nachhaltig irgendwo im Text enthalten» – kommen spezialisierte Suchdienste wie Algolia oder Meilisearch ins Spiel.
Diese Dienste indizieren Inhalte und bieten Echtzeit-Suche mit Tippfehlertoleranz, Synonymen und Relevanz-Ranking. Die Integration mit Sanity ist gut dokumentiert: Inhalte werden bei Änderungen automatisch in den Suchindex synchronisiert.
Für die meisten Projekte ist das kein Muss. Aber wenn Volltext-Suche ein zentrales Feature ist, lohnt sich die Investition.
Das Wesentliche auf einen Blick
- Gute Suche beginnt mit guter Datenstruktur: Strukturierte Felder statt Fliesstext ermöglichen präzise Filter.
- Headless CMS wie Sanity ermöglichen facettierte Suche und dynamische Filter direkt aus den Inhalten.
- Filteroptionen aus den Daten generieren – nicht hart codieren. Das System wächst mit den Inhalten.
- Besonders wertvoll für: Produktkataloge, Mitgliederverzeichnisse, Veranstaltungskalender und Listings.
- Für Volltextsuche mit Tippfehlertoleranz: Algolia oder Meilisearch als spezialisierte Suchdienste.