Was kostet eine Website wirklich?
Deine Website kostet mehr, als du denkst — nicht wegen der Agentur, sondern wegen allem, was danach kommt. Wo die echten Kosten stecken und wie du sie in den Griff kriegst.
Deine Website kostet mehr, als du denkst. Nicht wegen der Agentur-Rechnung – sondern wegen allem, was danach kommt. Laut einer Studie von Forrester machen die Initialkosten einer Website nur 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten über fünf Jahre aus. Der Rest? Wartung, Updates, Anpassungen, Support.
Für Schweizer KMU heisst das konkret: Wer CHF 15 000.– für eine Website budgetiert, sollte über fünf Jahre mit Gesamtkosten von CHF 50 000.– bis CHF 75 000.– rechnen. Das ist kein Schreckgespenst – es ist die Realität, die viele erst merken, wenn die erste Hosting-Rechnung kommt.
Hier zeigen wir dir, wo die echten Kosten stecken – und wie du sie in den Griff kriegst.
Was «günstig» wirklich bedeutet
Die günstigste Website ist selten die billigste. Klingt paradox, ist aber Alltag: Wir sehen regelmässig Unternehmen, die vor zwei, drei Jahren eine «kostengünstige Lösung» gewählt haben – und jetzt für jede kleine Änderung einen Entwickler beauftragen müssen. Das summiert sich.
Die ehrliche Rechnung: Was kostet die Website pro Jahr, wenn du alle Posten zusammenrechnest? Also nicht nur das Hosting, sondern auch die Stunden, die jemand intern für Workarounds aufwendet. Bei einem Projekt im Energiebereich haben wir genau das durchgerechnet – die versteckten Kosten waren höher als das ursprüngliche Budget.
Konkret bedeutet das: Wenn ein Teammitglied zwei Stunden pro Woche mit umständlicher Content-Pflege verbringt, sind das bei einem internen Stundensatz von CHF 80.– rund CHF 8000.– im Jahr. Geld, das in eine bessere Lösung hätte fliessen können.
Typische Website-Kosten in der Schweiz
In der Schweiz liegen die Stundensätze für Webentwicklung je nach Agentur zwischen CHF 140.– und CHF 200.–. Unser Ansatz bei CHF 160.– pro Stunde liegt bewusst im Mittelfeld – weil wir auf Effizienz setzen, nicht auf Stundenmaximierung.
Laut einer Erhebung von Statista geben Schweizer KMU im Schnitt zwischen CHF 10 000.– und CHF 50 000.– für einen Website-Relaunch aus. Dazu kommen jährlich CHF 2000.– bis CHF 8000.– für Hosting, Wartung und kleinere Anpassungen. Die Bandbreite ist gross – und genau deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die einzelnen Posten:
- Konzept, Design und Entwicklung: CHF 8000.– bis CHF 40 000.–, abhängig von Umfang und Komplexität
- CMS-Einrichtung und Schulung: CHF 2000.– bis CHF 5000.–
- Hosting und Domain: CHF 300.– bis CHF 1500.– pro Jahr
- Wartung und Updates: CHF 1500.– bis CHF 6000.– pro Jahr
- Content-Pflege (intern oder extern): CHF 2000.– bis CHF 10 000.– pro Jahr
Diese Zahlen sind keine Offerte – sie zeigen, wo das Geld hinfliesst. Und wo du mit der richtigen Architektur sparen kannst, ohne an Qualität zu verlieren.
Die versteckten Kosten eines Custom-CMS
Ein selbstgebautes CMS klingt nach Massarbeit. Und das ist es auch – leider im negativen Sinn. Es passt nur so lange, wie sich nichts ändert. Typische Kostenfallen bei Custom-Systemen:
- Entwicklerabhängigkeit, weil nur eine Person den Code kennt
- Sicherheitsupdates, die niemand einspielt, weil es kein automatisches Update gibt
- Fehlende Features, die von Grund auf programmiert werden müssen
- Content-Pflege dauert doppelt so lang, weil die Oberfläche nicht dafür gebaut wurde
Eine Umfrage von W3Techs zeigt: 43 Prozent aller Websites weltweit laufen auf WordPress – nicht weil es perfekt ist, sondern weil die Community Wartung und Updates teilt. Bei einem Custom-CMS trägst du diese Last alleine.
In der Schweiz sehen wir das besonders häufig bei KMU, die vor fünf bis zehn Jahren ein massgeschneidertes System entwickeln liessen. Der ursprüngliche Entwickler ist längst weg, die Dokumentation dünn – und jede Anpassung wird zum Abenteuer.
Modernes CMS: Weniger Abhängigkeit, mehr Kontrolle
Der Gegenentwurf: Ein modernes Headless CMS wie Sanity trennt Inhalt und Darstellung. Das heisst für dich: Dein Team pflegt Texte, Bilder und Dokumente in einer übersichtlichen Oberfläche – ohne IT-Abteilung. Das spart nicht nur Nerven, sondern handfest Geld.
- Schulung statt Abhängigkeit: Statt bei jeder Änderung die Agentur anzurufen, kann dein Team nach einer kurzen Einführung selbst arbeiten.
- Updates und Sicherheit: Das CMS-Team kümmert sich um Infrastruktur und Patches. Kein interner Aufwand.
- Erweiterbarkeit: Neue Anforderungen lassen sich ohne Neubau umsetzen.
Ein Beispiel: Bei einem Kunden aus dem Gesundheitswesen haben wir das alte System durch ein Headless CMS ersetzt. Die monatlichen Wartungskosten sanken um rund 40 Prozent, weil das Team Inhalte selbst pflegen konnte – ohne bei jeder Textänderung ein Ticket zu schreiben.
Eigenleistung senkt die laufenden Kosten
Preisbewusste Unternehmen fragen uns oft: Können wir einen Teil selbst machen? Die Antwort: Ja, und genau dafür bauen wir. Ein gutes CMS ist wie eine gut organisierte Werkstatt – alles hat seinen Platz, du findest dich sofort zurecht.
Konkret heisst das: Texte ändern, Bilder tauschen, neue Seiten anlegen – all das ohne Agentur. Laut dem Content Management Institute sparen Unternehmen mit gut geschulten internen Teams bis zu 60 Prozent der laufenden Content-Kosten.
Aus Erfahrung würden wir empfehlen: Investiere in eine gründliche CMS-Schulung für zwei bis drei Personen im Team. Das kostet einmalig ein paar Stunden – und spart über die Jahre tausende Franken an Agenturkosten.
Was bleibt für die Agentur: Strategische Weiterentwicklung, Design-Anpassungen, technische Erweiterungen. Also die Dinge, die Fachwissen brauchen.
Was eine nachhaltige Website-Investition ausmacht
Statt nach dem günstigsten Angebot zu suchen, stell dir diese Fragen:
- Kann mein Team Inhalte ohne fremde Hilfe pflegen?
- Was passiert, wenn sich Anforderungen ändern – Umbau oder Erweiterung?
- Wie hoch sind die jährlichen Betriebskosten inklusive interner Aufwände?
- Gibt es einen klaren Prozess für Updates und Sicherheit?
Wie bei einem Hausbau gilt: Ein solides Fundament kostet mehr am Anfang, spart aber jedes Jahr Reparaturen. Oder wie wir es bei Abteilung sehen: Lieber einmal richtig als dreimal billig.
Das Wesentliche auf einen Blick
- Die Initialkosten einer Website machen nur 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten aus – der Betrieb entscheidet
- Schweizer KMU sollten über fünf Jahre mit dem Drei- bis Fünffachen der Initialkosten rechnen
- Custom-CMS schaffen Abhängigkeiten: Nur wer den Code kennt, kann ändern
- Moderne CMS-Systeme senken die laufenden Kosten durch Self-Service und automatische Updates
- Eigenleistung lohnt sich – wenn das System dafür gebaut ist
- Die günstigste Website ist die, die über Jahre wenig Folgekosten verursacht
Du möchtest wissen, was eine Website für dein Unternehmen realistisch kostet? Wir rechnen das gerne mit dir durch – ehrlich und transparent.