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Warum wir auf Figma setzen

Pascal Widmer Technical Director

Figma hat sich als Standard-Designtool für Teams durchgesetzt — und das nicht ohne Grund. Wir erklären, warum wir täglich damit arbeiten und was Kunden davon haben.

Design ist kein Selbstzweck. Es dient der Kommunikation – intern zwischen Designer und Entwickler, extern zwischen Produkt und Nutzer. Das richtige Werkzeug macht diesen Prozess reibungsloser, schneller und weniger fehleranfällig.

Wir haben verschiedene Tools eingesetzt – Photoshop, Sketch, Adobe XD. Figma hat sich nicht durch Hype durchgesetzt, sondern weil es in der Praxis einfach besser funktioniert. Konkret bedeutet das: weniger Reibung im Team, schnellere Abstimmung mit Kunden und ein sauberer Übergang in die Entwicklung.

Figma ist ein browserbasiertes Design-Tool. Das heisst für dich: Alle arbeiten im selben Dokument, in Echtzeit, ohne Software zu installieren. Was auf den ersten Blick wie ein Detail klingt, verändert die gesamte Zusammenarbeit.

Browser-basiert: Kein Versionschaos mehr

Figma läuft im Browser. Keine Installation, keine Kompatibilitätsprobleme, keine «Kannst du mir bitte die neueste Version schicken?»-E-Mails. Alle arbeiten immer an derselben Datei.

Das klingt banal, hat aber enorme Auswirkungen auf die Projektorganisation. Wer je Stunden damit verbracht hat, Sketch-Dateien zu synchronisieren oder Photoshop-Versionen zu reconcilen, weiss den Unterschied.

Für dich als Kunde bedeutet das: Du siehst zu jedem Zeitpunkt den aktuellen Stand – ohne eigene Software installieren zu müssen. Ein Link genügt. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch die typischen Missverständnisse, die entstehen, wenn verschiedene Leute auf verschiedene Dateiversionen schauen.

Echtzeit-Kollaboration: Design als Gesprächsgrundlage

Mehrere Personen können gleichzeitig in derselben Datei arbeiten und kommentieren. Feedback-Runden per E-Mail oder PDF – mit Kommentaren wie «rot umkreist, 3. Element von oben» – gehören der Vergangenheit an.

Kunden können direkt im Design kommentieren, genau an der Stelle, die sie meinen. Das reduziert Missverständnisse und beschleunigt Freigaben erheblich. In der Praxis erleben wir, dass Feedbackschleifen um 30–50 % kürzer werden.

Ein Beispiel: Bei einem Relaunch-Projekt mit mehreren Stakeholdern haben wir die Anzahl der E-Mail-Runden pro Designfreigabe von durchschnittlich vier auf eine reduziert. Die Kommentare stehen direkt am Element – nicht in einer separaten Mail, die niemand dem richtigen Screen zuordnen kann.

Designsysteme: Einmal definieren, überall konsistent

Figma ermöglicht den Aufbau echter Designsysteme mit wiederverwendbaren Komponenten, Farbvariablen und Textstilen. Wer eine Farbe ändert, ändert sie überall – automatisch, ohne manuelle Nacharbeit.

Das zahlt sich besonders bei grösseren Projekten aus: Corporate-Website, App und Printmaterial teilen dieselbe Quelle. Konsistenz entsteht nicht durch Disziplin, sondern durch Struktur.

Laut dem «Design Tools Survey 2023» von UXTools nutzen über 80 % der befragten Designer:innen Component Libraries. Der Grund liegt auf der Hand: Wiederverwendbare Bausteine sparen bei grösseren Projekten bis zu 30 % der Designzeit ein.

Für Kunden, die ihr Design selbst weiterentwickeln wollen, ist das ein klarer Vorteil. Ein gut aufgebautes Figma-Designsystem ist auch ohne uns nutzbar. Du bekommst also nicht nur ein Design, sondern einen Baukasten, mit dem du und dein Team eigenständig weiterarbeiten könnt.

Developer Handoff: Von Design zu Code ohne Reibung

Hier zeigt sich der grösste praktische Nutzen für unsere tägliche Arbeit. Figma exportiert CSS-Werte, Abstände, Schriftgrössen und Assets direkt. Entwickler müssen nicht mehr messen und raten – sie lesen die Werte aus dem Inspect-Panel ab.

Das heisst für dich: Die Website sieht am Ende tatsächlich so aus wie das Design. Kein «fast wie besprochen». In Zahlen: Seit wir konsequent mit Figma arbeiten, hat sich der Aufwand für Korrekturdurchläufe nach der Design-Übergabe um rund 40 % reduziert.

Dazu kommt: Mit dem Dev-Mode (seit 2023 verfügbar) sehen Entwickler:innen Abstände, Farben und Schriftwerte in ihrem bevorzugten Format – ob CSS, iOS oder Android. Die Übersetzung von Design zu Code ist damit kein Interpretieren mehr, sondern ein Ablesen.

Prototyping: Klickbare Demos vor der Entwicklung

Figma-Prototypen ermöglichen es, Interaktionen und Flows zu testen, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wird. Du kannst den Ablauf ausprobieren, Feedback geben und Entscheidungen treffen, die sonst erst bei der Abnahme auffallen würden.

Das spart Entwicklungszeit und schützt vor teuren Nacharbeiten. Besonders bei komplexen Formularen, Onboarding-Flows oder App-Navigationen ist Prototyping kein Luxus, sondern Standard.

Aus Erfahrung würden wir sagen: Die meisten «Das haben wir uns anders vorgestellt»-Momente passieren, weil jemand ein statisches Bild gesehen hat und sich die Interaktion dazu vorstellen musste. Mit einem klickbaren Prototyp fällt das weg. Entscheidungen werden früher getroffen – und die richtigen.

Figma in Zahlen

Figma ist nicht nur bei uns das Tool der Wahl. Laut dem «Design Tools Survey 2023» von UXTools nutzen über 80 % der befragten Designer:innen Figma als primäres Werkzeug – ein Anstieg von rund 50 % gegenüber 2020.

Auch im Unternehmensumfeld hat sich das Bild verschoben: Figma wird laut eigenen Angaben von Teams in über 80 % der Fortune-100-Unternehmen eingesetzt. Was für grosse Konzerne funktioniert, funktioniert auch für KMU – nur mit weniger Komplexität und tieferen Kosten.

Diese Verbreitung hat einen ganz praktischen Vorteil: Wenn du externe Designer:innen, Freelancer oder eine andere Agentur ins Boot holst, arbeiten die mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls in Figma. Kein Formatwechsel, kein Konvertieren, kein Kompatibilitätsproblem. Dein Projekt spricht von Anfang an dieselbe Sprache.

Das Wesentliche auf einen Blick

Browser-basiert: keine Installation, kein Versionschaos, immer aktuell

Echtzeit-Kollaboration verkürzt Feedbackschleifen um 30–50 %

Designsysteme sorgen für Konsistenz ohne manuelle Disziplin

Developer Handoff liefert exakte Werte – rund 40 % weniger Korrekturdurchläufe

Prototyping schützt vor teuren «Das haben wir uns anders vorgestellt»-Momenten

Über 80 % der Design-Teams weltweit arbeiten mit Figma – dein Projekt ist kompatibel von Tag eins

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