#Technologie

Headless CMS Vergleich: Sanity, Directus oder Payload?

Pascal Widmer Technical Director

Sanity, Directus oder Payload – als Headless-CMS-Agentur in Zürich setzen wir auf alle drei, je nach Projekt. Hier die Faustregel, wann welches System passt.

«Welches CMS empfehlt ihr?» ist die häufigste technische Frage, die uns Kund:innen zu Beginn eines Projekts stellen. Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an – auf euren Redaktions-Workflow, eure Hosting-Anforderungen und die Struktur eurer Daten. Wir setzen bewusst nicht auf ein einziges System, sondern auf drei: Sanity.io, Directus.io und Payload CMS.

Alle drei sind Headless CMS: Das Backend liefert nur die Daten, die Darstellung übernimmt unser Frontend – bei uns typischerweise SvelteKit. Das trennt Inhalt von Layout und macht die Website flexibler und zukunftssicherer.

Was Headless CMS bedeutet – und warum wir komplett darauf setzen

Ein klassisches CMS wie WordPress mischt Inhalt, Darstellung und Logik in einem System. Ein Headless CMS trennt das: Das CMS verwaltet nur die Inhalte und stellt sie über eine API bereit, das Frontend entscheidet komplett frei, wie sie dargestellt werden.

Für dich als Auftraggeber heisst das: kein Plugin-Wildwuchs, keine Template-Grenzen, und eine Website, die technisch nicht an ein einzelnes CMS gekettet ist.

Sanity.io: für Redaktionsteams mit hohem Content-Volumen

Sanity ist unsere Standardwahl für Projekte mit aktivem Redaktionsteam – Blogs, Insights, häufig aktualisierte Inhalte. Das Presentation Tool erlaubt Klick-to-Edit direkt auf der Live-Vorschau, ähnlich wie in Figma. Mehr dazu in Warum wir Sanity.io als CMS einsetzen.

Directus: für strukturierte Daten und Self-Hosting-Pflicht

Directus eignet sich, wenn Daten stark strukturiert sind (z.B. Produktkataloge, Mitgliederdaten) oder wenn Self-Hosting in der Schweiz Pflicht ist – etwa aus Datenschutzgründen. Es generiert automatisch eine REST- und GraphQL-API aus deinem Datenmodell, ohne Vendor-Lock-in. Details in Warum wir Directus.io nutzen.

Payload: für Entwicklerteams mit Code-first-Anspruch

Payload ist Code-first: Das Datenmodell wird in TypeScript definiert, nicht per Klick-Interface. Das eignet sich für Teams, die technische Kontrolle über jedes Detail wollen, oder wenn Hosting im EU-Raum vorgeschrieben ist. Mehr dazu unter Payload CMS: Warum Entwickler es lieben.

Unsere Faustregel

Sanity für Teams, die Inhalte häufig pflegen und einen Redaktions-Workflow brauchen. Payload, wenn Hosting im EU-Raum oder Self-Hosting Pflicht ist. Directus für strukturierte Daten und API-First-Setups. WordPress empfehlen wir nur, wenn klare Plugin-Anforderungen den Ausschlag geben – meist gibt es bessere Alternativen.

Was alle drei gemeinsam haben

Sanity, Directus und Payload liefern alle eine saubere API statt eines starren Templates, alle laufen bei uns typischerweise mit SvelteKit als Frontend, und alle lassen sich sauber serverseitig rendern – wichtig für Google und zunehmend auch für KI-Suchmaschinen.

Das bringt dir Headless CMS als Auftraggeber konkret

Kein Vendor-Lock-in: Inhalt und Darstellung sind getrennt, ein CMS-Wechsel bedeutet nicht automatisch einen Website-Neubau

Passende Wahl statt Einheitslösung: wir wählen das System nach deinem Workflow, nicht nach unserer Bequemlichkeit

Bessere Performance: keine Plugin-Last wie bei klassischen CMS, dadurch schnellere Websites

Zukunftssicher: API-first bedeutet, dass Content auch in zukünftigen Kanälen (App, Sprachassistent, KI) wiederverwendbar bleibt

Unsicher, welches System zu dir passt? Das klären wir in einem kurzen Gespräch – wir empfehlen ehrlich, nicht das System, das wir gerade lieber bauen.

Möchtest Du informiert bleiben?